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Shortstory: Sie (Autor: Sina)

 
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Shortstory: Sie (Autor: Sina)
 BeitragVerfasst am: 11.11.2006, 00:52 Antworten mit Zitat  
Nachricht
  KitFisto
Der Herr des Eies!

Anmeldedatum: 20.11.2005
Beiträge: 2991
Wohnort: Herten-Bertlich

Hey Leute.

Hab letztens von einer gaaaanz lieben Freundin von mir eine Shortstory aus ihrer Feder geschickt bekommen und ich fand sie so gut, dass ich sie einfach posten MUSS !

Aufgepasst !


Sie

Tränen liefen ihm über sein Gesicht, er fuhr zu schnell, viel zu schnell. Er konnte nichts mehr erkennen wenn er aus dem Auto sah, alles verschwommen von Tränen. Draußen donnerte es gerade, wie bestellt fing es an zu regnen, passender ging es nicht. Es war spät, wie spät wusste er nicht, jedenfalls schon dunkel draussen. Er konnte weder klar denken, noch klar sehen. Alles verschwommen, durcheinander, verwischt. Er versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, doch sie schweiften ab, zu ihr... Er hatte sie verloren, endgültig. Es war vorbei. Bei diesem Gedanekn stiegen ihm neue Tränen in die Augen, er spürte sie warm seine Wange hinab laufen. Ohne sie einschlafen, aufwachen, bei dem Gedanken an sie wissen, dass sie nie mehr da sein würde, ohne sie leben, ohne sie sein. Er dachte er würde diese Nacht nicht überstehen, dachte dieser unerträgliche Schmerz würde ihn umbringen, ihn von innen heraus zersprengen. Nach einigen Stunden des Umherwirrens auf der Autobahn fasste er den Entschluss nächstmöglich von der Autobahn runter zu fahren und sich ein kleines Motel zu suchen, in dem er die Nacht verbringen würde um vielleicht auf etwas andere Gedanken zu kommen.
Im Motelzimmer angekommen empfing ihn ein übler, muffiger Geruch. Als er das Zimmer, zum Fenster hin durchschritt, stellte er fest dass diese mit Schlössern verschlossen waren. Eine Nacht in diesem Gestank würde er wohl überleben. Er blieb einen Augenblick am Fenster stehen und sah hinaus auf den Parkplatz auf dem er sein Auto geparkt hatte. Er sah auf den Kofferraum, hatte er ihn wirklich verschlossen? Er schüttelte den Kopf in der Hoffnungen diese zweifelnden Gedanken aus seinem Hirn zu verbannen. Nach einigen Minuten ließ er seinen Blick durch das Zimmer schweifen, schließlich blieb er an dem gemütlich wirkenden Bett hängen, mit seinen vielen Kissen und der weichen Decke sah es verdammt einladend aus, bei dem Gedanken jedoch wieviele Menschen dieses Bett, wozu auch immer, mit Sicherheit nicht nur zum Schlafen, bereits benutzt hatten wurde ihm übel. Er ging ins Bad, falls man diesen kleinen Raum ohne Fenster mit Klo und einem Waschbecken mit zugehörigem Spiegelschrank so nennen konnte, und stellte sich vor den Spiegel. Seine Augen waren rot und verquollen, jeder konnte auf den ersten Blick sehen, dass er geweint hatte. Er stellte das kalte Wasser an und ließ es sich über Hände und Arme laufen, er schloss dabei die Augen. Danach beugte er sich herunter um sich etwas kühles Nass ins Gesicht zu spritzen. Er griff aus Reflex zu dem Handutch, welches neben dem Waschbecken hing, als er sich grade das Gesicht damit trocknete, begann er sich wieder zu ekeln, wielange dieses Tuch dort wohl schon hing und welche Körperteile von welchen Menschen damit wohl schon abgetrockent wurden... er wollte gar nicht weiter denken. Er stürzte aus dem kleinen Raum in das dazugehörige Schlafzimmer. Seine kleine Reisetasche hatte er achtlos aufs Bett geworfen. Jetzt langte er danach und zog ein weißes, sauberes Handtuch heraus und trocknete sich Arme und Gesicht.
Nach einer Schlaflosen Nacht schlich er sich aus seinem Zimmer zahlte und ging zu seinem Auto um zurück zu fahren. Schon an der Rezeption fiel ihm ein Mädchen auf, es sah auffalend gut aus, vielleicht zwanzig oder etwas älter. Als er jetzt die Auffahrt vom Parkplatz hochfuhr stand sie an der Straße und streckte ihren Arm mit hochgereckten Daumen aus, sie suchte also nach einer Mitfahr-Gelegenheit, er hielt neben ihr und kurbelte sein fenster herunter, ,,Wo soll's denn hingehn?".

Ihr Tag hatte schon sehr schlecht angefangen, sie hatte kein Geld mehr, hatte Hunger und hatte gehofft sich vielleicht etwas zu essen im Motel erschnorren zu können, Fehlanzeige... Also hoffte sie jetzt, dass sie jemand aufsammeln würde, damit sie mit ihren klatschnassen Sachen, die noch von der letzten Nacht vom Regen durchtränkt waren, hier draußen nicht erfror. Neben ihr hielt ein roter Ford Escort, der Fahrer kurbelte eifrig das Fenster herunter, ,,Wo soll's denn hingehn?", fragte er breit grinsend. ,,Nehmen sie mich einfach ein Stückchen mit, egal wohin!" ,,Steig ein!" Das ließ sie sich nicht zweimal sagen, sie setzte sich, schnallte sich an und umklammerte ihren Rucksack auf dem Schoß. Eine Weile fuhren sie einfach so dahin jeder in seine eigenen Gedanken vertieft. ,,Was hat dich zu diesem Motel getrieben?" Sie sah erschrocken auf und versuchte ihre Gedanken zu ordnen, was hatte sie dahin getrieben? Ihre Mutter, ihr Exfreund, ihre Vergangenheit.... ,,Ach ähm, ich war einfach so da... Ich äh, trampe so durch die Gegend", grinste sie. Es breitete sich etwas Unbehagen in ihr aus, dieser Kerl veranlasste ein beunruhigendes Gefühl da, wo sie ihren Magen vermutete. Auch wenn es sie kein bisschen interessierte fragte sie aus Höflichkeit was er in dem Motel getan hatte. Er antworte mit einer ähnlich undruchschaubaren Antwort wie sie. Die beiden verfielen in einen Smalltalk. Irgendwann bat ihr er an, dass sie sich beim Vornamen nennen könnten, sie konnte ja schlecht sagen 'Nein, danke. Sie sind mir sehr unheimlich und ich bin froh wenn sie mich wieder rauslassen...'. ,,Ich bin John, magst du mir vielleicht auch deinen Namen verraten?" er zwinkerte ihr zu. ,,Melanie, aber Mel reicht denke ich!" Er grinste sie an, sie empfand es als widerlich, wie er ihren Körper unter der Nassen kleidung betrachtete. Ihr war bewusst, dass es sehr sexy auf einen Mann wirken musste wie sie aussah, mit ihren nassen Haaren und ihrem T-schirt dass an ihr klebte und ungünstiger Weise auch noch durchsichtig war, mit ihrem etwa knielangem Rock der ungünstiger Weise auch noch ein Stück weit hochgerutscht war. Er starrte sie an, sie hatte ihren Rucksack irgendwann während der Fahrt zwischen ihre Füsse gestellt. Sein Blick lag nun auf ihren Beinen, am liebsten wäre sie dem schrecklichen Drang den Rock weiter runterzuziehen nachgegangen, doch das erschien ihr mehr als unhöflich, also überschlug sie die beine und faltete ihre Hände im Schoß.
,,Du bist schön", sagte er lächelnd. Mel lächelte dünn, presste ein unfreundliches ,,Danke!" hervor und sah stur aus der Windschutzscheibe. Sie spürte seinen Blick auf ihren Brüsten, sie spürte wie er langsam seine Hand auf ihr Bein legte und es streichelte. Mel dachte an ihre Mutter die ihr immer erzählt hatte wie gefährlich trampen sei, bis jetzt war ncoh niemals etwas passiert...Langsam machte der Kerl ihr Angst, er hörte sich mittlerweile an wie ein Psychoath, wie er ruhig auf sie einredete. Sie überlegte welche Chancen sie hätte aus dem Wagen zu kommen. Sie war angeschnallt, wenn sie sich beeilte und die Tür öffnete könnte sie sich aus dem Wagen werfen, keine besonders angenehme Vorstellung aber besser als von diesem Kerl... sie wollte den Gedanken gar nicht zu Ende denken. Sie legte ihre Hand auf den Türöffner und zog daran - Kindersicherung. ,,Du dreckige kleine Schlampe", flüsterte John. Sie drehte ihren Kopf zu ihm um und sah ihn entsetzt an, kurz darauf spürte sie seine Hand hart auf ihre Wange knallen, ihr Kopf flog gegen die Kopflehne vom Sitz, ein pochender Schmerz ging von ihrer Wange aus. Jetzt wusste sie, dass sie nicht wieder aus dem Wagen kommen wüde, jedenfalls nciht lebendig. ,,Du kleines Miststück wolltest doch nicht etwa die Tür vom Wagen aufmachen oder?" Sie schüttelte benommen den Kopf. ,,Gut, ich mag dich doch... Ich will dir nicht weh tun, Mel. Du bist doch meine Kleine", er streichelte ihr Bein, immer höher. Sie konnte sich nicht bewegen sie hatte furchtbare Angst. ,,Willst du mir nicht zeigen, dass du mich auch magst? Du magst mich doch? Natürlich tust du das... du bist meine Kleine, das bist du doch oder?" Sie sah ihn an und nickte, John machte ihr unglaubliche Angst, sein Tonfall war ruhig und ganz gelassen mit einem kleinen drängendem Unterton. ,,Dann rede doch mit mir mein Schatz, erzähl mir etwas, vielleicht von deiner dreckigen Mutter, war sie eine Nutte? Oder dein Vater, ein Säufer? Hast du Geschwister, die irgendwo an heruntergekommenen Bahnhöfen auf der Toilette mit einer Spritze im Arm liegen?" Sie konnte nichts sagen, Tränen stiegen ihr in die Augen. ,,Na los! Rede mit mir!", er brüllte sie an, ,,Erzähl mir von dir, Schlampe!" Plötzlich hielt der Wagen. Sie fühlte sich schrecklich, sie weinte und konnte nicht denken und nicht reden sie konnte sich nichteinmal bewegen. Er blickte sie die ganze Zeit über an und streichelte ihr Bein, mal ihren Arm, ihren Bauch... Es war schrecklich. ,,Jetzt rede endlich du Miststück! Und hör auf zu heulen, du hast keinen Grund, ich will nur dass du ein bisschen nett zu mir bist, du magst mich doch meine kleine Mel. Du musst keine Angst haben." Sie sah ihn mit angsterfüllten Augen an und nickte nur. Er holte aus und schlug sie erneut ins Gesicht, diesmal traf er ihre Nase. Sie spürte wie ihr warmes Blut über die Lippen lief, ein betäubender Schmerz erfüllte ihren Kopf. ,,Rede, du Schlampe!", brüllte er. Als sie wieder nichts sagte holte er erneut aus und schlug sie, er traf sie an der Augenbraue die aufplatzte und blutete, sie spürte nichts anderes mehr als Schmerz es fühlte sich an als ob ihr Kopf zerspringen würde. Sie sah ihn an, sah seine Faust auf sich zu rasen. Der Schlag traf wieder ihre Nase. Nach diesem Schlag erfüllte soviel Schmerz ihren Körper, dass sie Bewusstlos wurde.
Als sie wieder zu sich kam, saß John immer noch da und sah sie entzückt an, sie spürte plötzlich einen Überlebenswillen in sich aufkeimen. Sie sah,dass eine leere Flasche in der Tür stand, Mel umklammerte die Flasche und wartete, dass John sich von ihr abwand. Nach einigen Sekunden als er wieder anfing auf sie einzureden sah er einen kurzen Augenblick aus dem Seitenfenster, sie nahm die Flasche und schlug sie ihm über den Kopf. Schnell schnallte sie sich ab kurbelte das Fenster herunter und öffnete so die Wagentür. Sie schleppte sich aus dem Auto auf die Autobahn, als sie ein paar Schritte gegangen war strauchelte sie, fing sich aber wieder und rannte los. Sie sah sich um und erkannte dass John aus seinem Wagen gestiegen war und ihr hinterher lief. Sie wollte schneller laufen doch ihre Beine versagten, ihre Knie knickten ein und sie fiel auf die Straße. John kam immer näher, sie hatte unglaubliche Angst, sie krabbelte weiter, sie wollte dieses Schwein anzeigen, er würde sie bestimmt nicht töten. Plötzlich spürte sie einen Tritt in der Seite, sie fiel um und blieb, keuchend vor Schmerz, liegen. Sie sah John an und er blickte hasserfüllt zurück, er blutete an der Augenbraue, genau wie sie, nur nicht ganz so heftig. Mel konnte nicht mehr ihr tat alles weh, sie konnte sich nicht bewegen. John bückte sich und kniete sich über sie. ,,Du kleines dreckiges Miststück! Schlampe! Du dreckige Schlampe!", brüllte er. John sah sie wutschnaubend an, er nahm ihren Kopf in beide Hände und schlug ihn hart auf den Asphalt. Sie hörte einen Knochen knacken, dann nichts mehr...

Er schloss den Kofferraum und stieg in sein Auto. Er musste fahren einfach irgendwohin, weit weg. Er musste nachdenken.
Tränen liefen ihm übers Gesicht als er viel zu schnell über die Autobahn fuhr. Es war dunkel und gerade fing es an zu regnen. Er konnte es nicht fassen, der Schmerz zeriss ihn fast, er hielt es nicht aus... Er hatte sie verloren....



Was sagt ihr dazu ? Also ich finde sie richtig gut ! Smile
_________________

checking the vicky mendoza line


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 BeitragVerfasst am: 13.11.2006, 19:57 Antworten mit Zitat  
Nachricht
  Midiklorianer Keks
Grand Moff

Anmeldedatum: 09.03.2005
Beiträge: 3404
Wohnort: Shanghai

So, jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen die Geschichte zu Ende zu lesen.

Man muss die Story wirklich bis zum Schluss durchlesen um zu verstehen. Dann erkennt man auch die Zusammenhänge. Die Gedanken der beiden Figuren sind sehr intelligent miteinander verknüpft.

Wirklich gut geschrieben. Smile

Los, lest sie auch! Zwinker (Und gebt eure Meinung dazu ab. Zwinker )
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